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Rektaszension:
13h 12m 54s
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Deklination:
+18° 10' 00"
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| Atlas (2000.0) |
Karte |
| Cambridge Star Atlas |
5, 11 |
| Sky Atlas |
7, 14 |
| Uranometria Vol. I |
150, 195 |
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| Starchart at CalSKY.com |
Objektdaten:
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Abb. 1: 30'x30' Ausschnitt aus dem STScI Digitized Sky Survey
(JPEG, 163kB)
Im Februar des Jahres 1777 nahm Charles Messier den 53. Eintrag in seinem Katalog
kometenähnlicher Objekte vor. Hinter der Nummer M 53 verbirgt sich ein am 3.2.
1775 erstmals von Bode erwähnter Kugelsternhaufen im Sternbild Coma
Berenices. Bode bezeichnete ihn als «rund und recht lebhaft» (3.2. 1775);
Messier schrieb fast genau zwei Jahre später: «Entdeckte Nebel ohne Sterne in Coma
Berenices, ein kleines Stück vom Stern 42 dieses Sternbilds nach Flamsteed-Notation. Rund
und auffällig» (26.2. 1777).
Die integrierte visuelle Helligkeit von M53 beträgt etwa +7.5 mag, die
absolute etwa -8.8 mag, womit er ähnlich hell wie der bekannte Kugelsternhaufen
M 13 ist. Aufgrund seiner Entfernung von 65'000 bis 69'000 Lichtjahren (je nach Quelle)
erscheint er uns deutlich schwächer als M 13. Stünde M 53 in gleicher Entfernung,
wäre er unter guten atmosphärischen Bedingungen ebenfalls mit dem blossen
Auge zu sehen. Die Leuchtkraft des Haufens liegt in etwa bei der 200'000fachen unserer
Sonne.
Obwohl der Sternhaufen dem Beobachter perfekt rund erscheint, besitzt er eine leichte
Elongation von 9:10 bei einem Positionswinkel der langen Achse von 170°, die zuerst
von Shapley beobachtet wurde. Zum Zentrum hin ist eine ausgeprägte Konzentration
sichtbar. Der Durchmesser von M53 wird auf etwa 55 Lichtjahre geschätzt, abhängig
von der angenommenen Entfernung.
Untersuchungen von Baade,Cuffey,Margoni, u.a. ergaben eine Zahl von
etwa 50 variablen Sternen, worunter auch RR-Lyrae Sterne zu finden sind. Der integrierte
Spektraltyp des Herkules-Kugelsternhaufens ist etwa F4. Die hellsten Sterne sind 13.8mag hell.
Die durchschnittliche Sternhelligkeit beträgt 16.9mag.
[bk4]
| Kugelsternhaufen:
M 53, NGC 5024 |
| R.A.
13h 12m 54s
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Dec.
+18° 10' 00"
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v Mag.
7.5m
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Diam.
12.6'
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Conc.
5
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Abb. 2: 30'x30' Ausschnitt aus dem STScI Digitized Sky Survey
(JPEG, 158kB)
Etwa ein Grad von M 53 entfernt steht der in der scheinbaren Grösse vergleichbare
Kugelsternhaufen NGC 5053, der allerdings etwa 2.5 Grössenklassen
lichtschwächer ist. Ferner ist NGC 5053 bei weitem nicht so stark konzentriert, sondern
eine gleichmässig leuchtende Fläche, die erst mit Teleskopen grösser
Öffnung (jenseits 20cm) in Einzelsterne aufgelöst werden kann. Die hellsten Sterne
sind 14.0mag hell, im Mittel jedoch 16.6mag.
NGC 5053 besitzt für einen Kugelsternhaufen äusserst wenige Sterne. Bei
einem Durchmesser von ca. 100 Lichtjahren enthält er nur ca. 3500 Sterne - womit sich
eine geringe Dichte von 0.3 Sternen pro Kubikparsek ergibt. Aus Untersuchungen an Variablen
wurde eine Entfernung von etwa 55'000 Lichtjahren abgeschätzt, bei einer totalen
Leuchtkraft, die der 16'000fachen unserer Sonne entspricht (zur Erinnerung: M53 besitzt die
200'000fache Leuchtkraft unserer Sonne!). [bk4]
| Kugelsternhaufen:
NGC 5053 |
| R.A.
13h 16m 24s
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Dec.
+17° 42' 00"
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v Mag.
9.9m
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Diam.
10.5'
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Conc.
11
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Amateuraufnahme von Frank H. Leiter; Celestron Schmidtkamera 140mm, Bl 1.6
auf TP 2415 mit alter Hyperung ca. 10min belichtet.
Auffindtip für die beiden Kugelsternhaufen:
Der Kugelsternhaufen M 53 steht fast genau ein Grad nordöstlich des leicht mit
bloßem Auge sichtbaren Stern Diadem oder alpha Comae (4.6mag).
NGC 5053 findet sich anderthalb Grad östlich dieses Sterns. Während
M 53 schon in kleinsten Teleskopen auch von lichtverschmutzten Beobachtungsorten leicht
zu finden sein sollte, stellt 5053 ein Problemobjekt dar. Er ist auch bei 114mm
Öffnung leicht sichtbar - dazu ist aber eine ausgezeichnete Transparenz der
Atmosphäre nötig! Für die meisten Wetterlagen und Beobachtungsplätze
gilt: 20cm aufwärts sollten es schon sein. Zur Identifikation von NGC 5053 bediene
man sich des Close-ups der Auffindkarte.

Karte mithilfe von TheSky [pr2] erstellt.
Beschreibung bei 200mm Öffnung:
M 53 erscheint als ein heller, recht großer Kugelsternhaufen mit einer deutlichen
Konzentration zur Mitte hin. Bei dieser Öffnung sind die Randpartien in Einzelsterne
aufgelöst. NGC 5053 bleibt meist eine schwach-glimmende, kaum gegen den Himmelshintergrund
abgesetzte Fläche, die keine Konzentration aufweist. Bei sehr guten Bedingungen wirkt
diese Fläche körnig.
Frank H. Leiter
| Literatur |
| [bk4] | | Burnham's Celestial Handbook: An Observer's Guide to the Universe Beyond the Solar System by Robert Burnham; Dover Publications, Inc.; Voume I: ISBN 0-486-23567-X; Volume II: ISBN 0-486-23568-8; Volume III: ISBN 0-486-23673-0 |
| [pr2] | | TheSky for Windows, Version 2.11, Level IV; Software Bisque; 912 Twelfth Street; Suite A; Golden, Colorado 80401, USA; http://www.bisque.com/thesky/ |