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| Deep-Sky Corner / And / NGC 7662: Blue Snowball |
And |
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Rektaszension:
23h 29m54s
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Deklination:
+42° 33' 00"
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| Atlas (2000.0) |
Karte |
| Cambridge Star Atlas |
2 |
| Sky Atlas |
9 |
| Uranometria Vol. I |
88 |
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| Starchart at CalSKY.com |
Objektdaten:
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Abb. 1: Aufnahme mit dem 2.1m Reflektor auf Kitt Peak
Der Blue Snowball NGC 7662 gehört zu den hellsten Planetarischen Nebeln und
lässt sich bereits in grösseren Feldstechern (ab 50mm Öffnung)
erblicken. Seine namensgebende blau-grüne Farbe stammt von zum Leuchten angeregten
Sauerstoff. Für das Leuchten des Sauerstoffs verantwortlich ist der sich im Zentrum des
Objekts befindliche sehr heisse Zentralstern. Seine Oberflächentemperatur
beträgt ungefähr 75'000 Kelvin. Die energiereiche UV-Strahlung, die von dessen
Oberfläche ausgeht, ionisiert den Sauerstoff gleich zweifach (O-III), so dass das
Gas Licht bei einer Wellenlänge von 5007 und 4959 Ångström aussendet, welches
wir als blau-grün wahrnehmen.
Die Farbaufnahmen von Bruce Balick wurden mit drei verschiedenen Filtern aufgenommen.
Grün dargestellt ist zweifach ionisierter Sauerstoff (O-III) und entspricht also dem
visuellen Eindruck. Orange dargestellt ist ionisierter Stickstoff, blau, ionisiertes Helium.
Diese Emissionslinien sind zu schwach um mit Amateurfernrohren visuell wahrgenommen zu
werden.
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Abb. 2: HST-Aufnahme von Bruce Balick (JPEG, 44.7kB)
Die Hubble-Aufnahme zeigt wesentlich feinere Details. Die Form eines PN wird hauptsächlich
durch Kollisionen von Sternwinden bestimmt, die während verschiedenen
Aktivitätsphasen des Zentralsterns und des früheren Roten-Riesenstadiums ausgestossen
wurden. Die feinen, orangefarbigen Strukturen auf dem HST-Bild (siehe Abb. 2), lassen sich
jedoch nicht mit den herkömmlichen hydrodynamischen PN-Modellen erklären. Man
vermutet, dass es sich dabei um jüngere Auswürfe des Zentralsterns handelt. Die
Gesamtstruktur des Blue Snowballs wird im Klassifikationsschema von
Vorontsov-Velyaminov mit dem Typ IV+III - Ringstruktur mit irreg. Scheibe - treffend
beschrieben (siehe Beschreibungen unten).
| Planetarischer Nebel:
NGC 7662, PK 106-17.1: Blue Snowball |
| R.A.
23h 25m 54s
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Dec.
+42° 33' 00"
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Diam.
>12"
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p Mag.
9.2m
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v Mag.
8.3m
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* Mag.
12.5m
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© 1996, Philipp Reza Heck
Wie findet man den Schneeball?

Karte mithilfe von TheSky [pr2]erstellt.
Beschreibung bei 150mm Öffnung:
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Abb. 4: Zeichnung, 150mm Refraktor, 680x (8.9.1996 Beat Kohler)
NGC 7662 mit dem Eigennamen Blue Snowball wird seinem Namen auch in kleineren
Geräten voll gerecht, erscheint er doch recht farbig in einem hellbläulichen Ton.
Eigentlich ist das Objekt sehr hell, aber auch recht klein. Bei Vergrösserungen bis
300fach sind keine Strukturen ausmachen, auch der Zentralstern bleibt verborgen. Die
grosse Flächenhelligkeit verlangt förmlich nach noch stärkeren
Vergrösserungen und tatsächlich kann dem Objekt doch noch einiges abgerungen
werden. Als Optimum erweist sich die Obergrenze eines guten 150mm Halbapochromaten, nämlich
etwa 680fach! Mit etwas Konzentration ist die Handzeichnung in etwa halbstündiger Arbeit
entstanden und offenbart eine Struktur, die wie aus zwei voreinander liegenden,
ringförmigen Hüllensegmenten zu bestehen scheint. Durch die grosse
Flächenhelligkeit, jedoch geringem Flächenkontrast lässt sich dieser
planetarische Nebel bei klarem Himmel ohne O-III Filter am besten beobachten.
© 1996, Beat Kohler
Beschreibung bei 200mm Öffnung:
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Abb. 5: Zeichnung, 200mm SCT, 336x (8.9.1996 Philipp Heck)
Die blaugrüne Farbe dieses galaktischen Juwels kommt auch bei 8 Zoll Öffnung
besonders gut zur Geltung. Bei einer Vergrösserung von 340fach zeigte sich eine
breite, helle Ringstruktur, die im Süden gegen Norden hin 'eingebeult' erscheint. Der
westliche Teil des Rings leuchtet etwas heller. Umgeben wird das Ganze von einem ovalen,
schwächeren Halo. Die Helligkeit im Zentrum des Rings entspricht etwa derjenigen des Halos.
Die Verwendung eines O-III-Filters brachte beim Blue Snowball keine Kontrastverbesserung.
Auch bei 200mm-Öffnung blieb der 12.5-mag-helle Zentralstern immer noch unsichtbar.
Dieser PN ist dank seiner hohen Flächenhelligkeit auch aus stark lichtverschmutzten
Gebieten, wie zum Beispiel der Stadt Zürich, ein überaus erfrischendes
Beobachtungsobjekt!
© 1996, Philipp Reza Heck
Beschreibung bei 500mm Öffnung:
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Abb. 6: CCD-ST6-Aufnahme, 500mm Newton, Sternwarte Bülach
(29.12.1996 Stefan Meister)
Visuell zeigt sich die oben beschriebene Ringstruktur deutlich und hebt sich gut vom Halo
ab. Der Einsatz einer O-III-Filters erhöht den Kontrast zwischen Halo und Ring bei
starker Vergrösserung (400x). Der eigentlich helle Zentralstern (12.5 mag) blieb auch bei
einem halben Meter Öffnung unsichtbar! Grund dafür ist die hohe Flächenhelligkeit
des Nebels auch innerhalb des Rings, die den Zentralstern sozusagen 'ertrinken' lässt.
Auf der CCD-Aufnahme ist er aber deutlich sichtbar. Die Aufnahme zeigt nebst der visuell
sichtbaren Struktur ausserdem Helligkeitsunterschiede im Halo.
© 1996, Stefan Meister
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20.12.2006 23:36 Uhr, Philipp Heck
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