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Lateinischer Name:
Andromeda
Deutscher Name:
Andromeda
And

Andromeda

Karte
Benachbarte Sternbilder:
Cas Lac Peg Per Psc Tri
Kulmination um Mitternacht:
30. September
Deklinationsbereich:
22°N ... 53°N
Fläche am Himmel:
722°2
Atlas (2000.0) Karte
Cambridge Star Atlas: 2
Sky Atlas: 1, 4, 9
Uebersichtskarte von Alfred Binggeli

Mythologie und Geschichte:

Andromeda war die Tochter des äthiopischen Königs Kepheus und seiner Gemahlin Kassiopeia. Als Kassiopeia sich damit rühmte, dass ihre Schönheit und die ihrer Tochter grösser sei als die der Nymphen im Meer, sandte Poseidon, der Gott der Weltmeere, den mächtigen Wal Cetus um die äthiopische Küste zu zerstören. Der einzige Weg das Monster zu beschwichtigen war, ihm die reizende Tochter Andromeda zu opfern. Nach langem Kampf von Seiten der Eltern, wurde sie schliesslich an einen Felsen am Meer gekettet.

Glücklicherweise kam just in diesem Moment der grosse Held Perseus vorbei. Er verliebte sich in die schöne, fast nackte, nur mit ein paar Schmuckstücken bekleidete, am Felsen angekettete Andromeda. Perseus forderte von König Kepheus Andromedas Hand und ein eigenes Königreich für deren Rettung. Bangend um das Leben seiner Tochter willigte dieser ein. Daraufhin zog Perseus seine geflügelten Schuhe an und eilte durch die Lüfte in Richtung Meeresungeheuer. Sein ganzes Handeln war darauf abgestimmt, die Aufmerksamkeit dieses Mädchens auf sich zu lenken. Daher vollzog er die Befreiung möglichst lärmend und aufsehenerregend, nur mit dem Krummschwert in seinem muskulösen Arm bewaffnet. Er hätte das Ungeheuer auch mit dem abgeschlagenen Haupt der Gorgone Medusa besiegen können, welches er bei sich trug, doch das schien ihm der Situation nicht angemessen. [bk20] Verbreiteter ist jedoch die Variante in der er den Kopf der Medusa dazu benutzte, das Meeresungeheuer zu versteinern. [ay47]

Perseus und Andromeda heirateten und lebten glücklich ein langes Leben zusammen. Es wird sich erzählt, dass die Götter so zufriedengestellt waren, dass sie den Hauptfiguren dieses Dramas einen Platz unter den Gestirnen gewährten.

Im Jahre 1627 hat die katholische Kirche erfolglos versucht, die 'ketzerischen' Sternbilder, welche schon seit Jahrhunderten, ja gar Jahrtausenden bekannt waren, zu christianisieren und sie in Figuren aus der christlichen Glaubenswelt umzuwandeln. Das Sternbild der Andromeda wurde dabei zu Sepulchrum Christi (Grab Christi). [bk20, ay111]

Sternbild:

Genau wie die Prinzessin in der Mythologie an einen Felsen gekettet wurde, so ist auch ihr Sternbild mit einer benachbarten Konstellation verbunden. Alpha Andromedae - Alpheratz, auch Sirrah - ist gleichzeitig der Stern in der nordöstlichen Ecke des bekannten grossen Rechtecks von Pegasus. Er markiert den Kopf der angeketten Andromeda. In älteren Atlanten findet man noch die Bezeichnung delta Pegasi für denselben Stern. Inzwischen hat man sich aber darauf geeinigt, dass Alpheratz offiziell zum Sternbild Andromeda gezählt wird. Weiter östlich deutet Mirach die Taille an und am östlichsten Ende steht Alamak, einer der angeketteten Füsse. [bk20]

Der Hauptteil von Andromeda erstreckt sich von Pegasus nach Osten, läuft ihm also dank der Bewegung des Himmelsgewölbes hinterher. Gleich darauf folgt ihr das Sternbild Perseus, das im Osten von Andromeda anschliesst. Andromeda steht Cassiopeia, nördlich von ihr sehr nahe, während sie von Cepheus durch Lacerta distanziert ist. Das Sternbild Andromeda erstreckt sich über eine Fläche von 722 Quadratgrad. Das Zentrum kulminiert um Mitternacht etwa am 30. September. [bk9, bk15]

Interessante Objekte:

Hellste Sterne:
alpha Andromedae, Alpheratz (Schulter des Pferdes), Sirrah (Nabel)
beta And, Mirach (Schurz)
gamma And, Alamak/Almach (Wüstenluchs)
delta And
my And
xi And, Adhil
pi And
56 And

Offene Sternhaufen:
NGC 752
NGC 7686

Kugelsternhaufen:
  • G1, Mayall II: Andromeda's Globular

    Sternwolken:
  • NGC 206 (Sternenwolke in M31)

    Planetarische Nebel:
  • NGC 7662: Blue Snowball

    Galaxien:
  • M 110, NGC 205 (Begleiter von M31)
    NGC 214
  • M 32, NGC 221 (Begleiter von M31)
  • M 31, NGC 224: Andromeda Galaxy
  • NGC 404: Mirach's Ghost
  • NGC 891
    NGC 7640



  • Literatur
    [bk20] Sternbilder und ihre Mythen von Gerhard Fasching; Zweite, verbesserte Auflage; Springer Verlag Wien, New York; ISBN 3-211-82552-5 (Wien); ISBN 0-387-82552-5 (New York)
    [ay47] The Starry Sky: Perseus by Deborah Byrd; Astronomy 2/94, p.52
    [ay111] The Starry Sky: Andromeda by Deborah Byrd; Astronomy 11/95, p.69
    [bk9] Drehbare Sternkarte SIRIUS von H. Suter-Haug; Hallwag-Verlag, Bern
    [bk15] Hartung's Astronomical Objects for Southern Telescopes by David Malin and David J. Frew; Melbourne University Press 1995; ISBN 0-522-84553-3


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    20.12.2006 23:36 Uhr, Bernd Nies

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